Mondestrunken
Den Wein, den man mit Augen trinkt,
Giest Nachts der Mond in Wogen nieder,
Und eine Springflut überschwemmt
Den stillen Horizont.
Gelüste, schauerlich und süss,
Durchschwimmen ohne Zahi die Fluten ?
Den Wein, den man mit Augen trinkt,
Giest Nachts der Mond in Wogen nieder,
Der Dichter, den dia Andacht treibt,
Berauscht sich an dem heilgen Tranke,
Den Himmel wedet er verzückt
Das Haupt und taumelnd saugt und schlürft er
Den Wein, den man mit Augen trinkt.
« Pierrot lunaire » 1. ( Albert Giraud - Otto Erich Hartleben / Arnold Schönberg )
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